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Auf breiten Reifen - 29er

Viele Hersteller versuchen verzweifelt ein 29er zu bauen, welches sich fährt und annähernd die Geometrie hat, wie ein normales 26er Bike. Die ist in meinen Augen nicht möglich.

Zu kurze Kettenstreben machen das Bike sehr träge in der Beschleunigung, weil zuviel Gewicht auf dem Hinterrad liegt.

29er um die 1000 Euro sind in meinen Augen keine sinnvolle Anschaffung, da das Rad viel zu schwer und schwerfällig wird.


Vorteile der neuen 29er aus persönlicher Sicht:

  • Traktion!
    • Loser Untergrund, Schlamm, steile Bergaufpassagen, Wiegetritt fast immer möglich
  • Gutmütiger im Grenzbereich (ich bin kein guter Abfahrer!)
    • Abfahrt, Trails, Schrägfahrten auf losem Untergrund und Wurzeln
    • auch schwierige Abfahrten
  • Flache bzw. leichte Bergaufpassagen - Speed ohne Ende
  • Fahrkomfort
    • Grössere Reifen sprich mehr Volumen = Mehr Fahrkomfort

Nachteile:

Ich persönlich konnte nur wenig wichtige Nachteile festmachen:

  • 180 Grad Kehren im Trail wobei viele da schon mit einem 26er Probleme haben
  • Beschleunigung
    • kurze Beschleunigungen Sprints sind nur mit mehr Kraftaufwand möglich
  • Gewicht
    • 29er sind im gleichen Preisbereich etwas schwerer, was in meinen Augen die bessere Traktion und das bessere Rollverhalten wieder ausgleicht

Fazit:

Das 29er ist nicht nur was für Profis - vom Einsteiger bis zum wettkampforientierten Marathonfahrer. Vom leichten Touren bis zu Alpenüberquerung.

Wichtig ist die Abstimmung der Übersetzung auf den jeweiligen Einsatzzweck.

Kommen Sie vorbei ab Dezember habe ich Testbikes im Laden - Nur wer testet kann sich ein Bild machen.

VORTEILE 29er

Schlagloch:

29er-aBeim Durchfahren eines Schlaglochs taucht ein Laufrad mit großem Durchmesser weniger weit ein als ein kleines (a). Das reduziert einerseits die Schlagintensität, bringt also mehr Komfort, und benötigt andererseits weniger Energie, um das Rad wieder aus der Senke zu heben. Unterm Strich geht weniger Geschwindigkeit verloren.


Hindernis:

29er-bTrifft der Reifen auf ein Hindernis, muss das Gewicht, das auf dem Vorderrad lastet (FG), mit Hilfe der Antriebskraft (FA) über das Hindernis gehoben werden. Die Antriebskraft erzeugt dazu mit Hilfe von Hebel a ein Moment (FA x a) und dreht dabei das Rad über die Hindernis-Kante. Dem wirkt die Gewichtskraft über den Hebel b (FG x b) entgegen.

Bei einem größeren Laufrad ändert sich das Hebelverhältnis. Hebel a wächst im Verhältnis zu Hebel b stärker - zum Überwinden des Hindernisses wird also weniger Antriebskraft benötigt. Anders formuliert: Fahrer und Bike werden weniger stark gebremst#


Rollwiderstand/Grip:

Reifen verformen sich unter Last und erzeugen dabei eine bestimmte Auflagefläche (orangefarbene Ellipse). Am vorderen Ende der Fläche befindet sich die Kippkante (K), die der Reifen während des Abrollvorganges ständig vor sich herschiebt. Die Kippkante wirkt wie ein kleines Hindernis, das andauernd durch Verformung des Reifens überwunden werden muss. Ähnlich wie in Skizze b erzeugt die Antriebskraft (FA) über den Hebel r ein Moment zum Überwinden der Kippkante, und die Gewichtskraft (FG) wirkt über den Hebel h dagegen.

Je größer das Laufrad, umso stärker wächst Hebel r im Verhältnis zu h - das Laufrad rollt mit geringerem Energieaufwand. Die Auflagefläche ist bei 29-Reifen gegenüber 26-Pneus - bei gleichem Luftdruck, Profil und gleicher Breite - etwas schmäler, aber dafür auch länger. Dadurch greifen mehr Stollen gleichzeitig erhöhen den Grip.


 
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